Slow Traveling - Warum langsam reisen besser ist!

Aktualisiert: Mai 23

Die Top-5-Gründe weshalb Fotografie-Begeisterte das langsame Reisen für sich entdecken sollten.

Langsam reisen bedeutet Entschleunigung. Location: Sächsische Schweiz, Deutschland

Bevor ich Dir die Top-5-Gründe nenne weshalb „Slow Travel“ in Zukunft genau Dein Ding sein wird, möchtest Du sicherlich wissen, was das eigentlich ist.


Die Wortkreation „Slow Traveling“ mag zwar neu für Dich sein, doch der Ursprung dieses Trends liegt in der Zeit, als man seine Reisen noch nicht über das Smartphone buchte und von einem instagramtauglichen Spot zum nächsten hetzte! Die Idee des langsamen, bewussten Reisens stammt aus den glorreichen 1980er Jahren und ist als Teil der "Slow-Movement" Bewegung zu verstehen.


Beim "Slow Travel" steht das sich bewusst Zeit lassen, das Aufbauen einer Verbindung zum Urlaubsort, seinen Einwohnern und ihrer Kultur im Mittelpunkt.

Durch das viel besprochene Buch „ Slow Travel: Die Kunst des Reisens “ des britischen Autors "Dan Kieran", welches bereits 2013 veröffentlicht wurde, bekam diese fast vergesse Art des Reisens langsam wieder Zulauf.

Welche Vorteile bietet Dir das langsame Reisen im Vergleich zum Wochenendtrip in ein Clubhotel und wie kannst Du es optimal für Dich nutzen:


1. Lerne das echte, authentische Leben in Deinem Gastland kennen und lieben!

Eine Kuh neben einem Gemischtwaren-Laden gehört in Indien zum Alltag. Location: Gokarna, Karnataka Indien.

Als Tourist, abgeschottet in einer Ferienanlage, ist es ziemlich schwer Leben und Kultur der Einheimischen kennen zu lernen. Was bewegt die Menschen in Deinem Gastland, wie verbringen sie ihren Tag, worauf freuen sie sich und was macht ihnen Sorgen? Wer sich länger als eine Woche für einen Ort Zeit nimmt, und sein Quartier bei einer einheimischen Familie (zum Beispiel über AirBnB zu buchen) bezieht, wird Antworten auf diese Fragen erhalten! In dem Moment, in dem Du Teil des regionalen Lebens, Teil der Gemeinschaft wirst, erhältst Du die einmalige Möglichkeit, das Leben in Deinem Gastland aus einer ganz neuen Perspektive zu sehen! Das kann eine ausgesprochen horizonterweiternde Erfahrung sein!

Feiern mit den Einheimischen beim indischen Fest der Farben (Holi)! Location: Vrindavan, Indien

Riten und Gebräuche fremder Kulturen sind überraschend vielschichtig und ungewöhnlich.

Nutze die Möglichkeit ganz bewusst in das Leben vor Ort einzutauchen und trau Dich, auch einmal ungewöhnliche Dinge auszuprobieren! Vielleicht nimmst Du an einer traditionellen Feierlichkeit teil, wie zum Beispiel dem indischen Holi-Festival oder Du lernst wie man Kokosnüsse pflückt oder nach Perlen taucht. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt für den, der sich Zeit nimmt.



2. Bringe Dir eine neue, außergewöhnliche Sache bei!

Yoga ist mehr als nur ein Gymnastik! Location: Amer, Rajasthan, Indien.

Lerne eine neue Sprache fließend zu sprechen, beginne mit Yoga, bringe Deine fotografischen Fähigkeiten auf das nächste Level, oder lerne ein Musikinstrument spielen - nimm Dir Zeit Deine kreative Energie fließen zu lassen, um in etwas Neuem ganz besonders gut zu werden. Beim „Slow Travel“ geht es allerdings nicht darum, Dich unter Druck zu setzen! Du lernst für Dich selbst mit Freude und Spaß und ganz ohne Prüfungsdruck!


Wenn Du nicht alleine lernen möchtest, suchst du Dir am besten einen einheimischen Lehrer! In kleinen Cafes oder Hostels gibt es fast immer eine Pinnwand, an der Du entsprechende Anzeigen finden kannst. Eine weitere Möglichkeit ist die Rubrik „Aktivitäten“ auf Trip-Advisor zu durchsuchen. Lass Dich inspirieren und lebe Deine Kreativität aus!



3. Preiswert wohnen:

Wohnen wie die Einheimischen. Location: Lamayuru, Kashmir

Wenn du länger an einem Ort verweilt, kann Du einen viel günstigeren Mietpreis für Deine Urlaubsunterkunft aushandeln!

Auch bei Anbietern wie AirBnB gibt es für Reisende, die länger als 28 Tage buchen wollen, sehr gute Angebote. "Slow Traveller" werden auf AirBNB zudem mit bis zu 60% Discount belohnt!

Wer sich Zeit nimmt, hat aber auch die Möglichkeit, sich eine ganz besondere Unterkunft zu suchen, die es online noch garnicht zu finden gibt! Wer das Gespräch mit den Einheimischen sucht und ein wenig Glück hat, findet richtig außergewöhnliche "Wohnperlen"!



4.Besser Essen:

"Street-Food" sieht nicht nur farbenfroh aus, es ist auch lecker! Location: Pushkar, Rajasthan, Indien.

Wenn Du dir Zeit nimmt, Deinen Reiseort besser kennen zu lernen, hast Du die Möglichkeit die besten und günstigsten Restaurants zu finden! Ein guter Tipp dafür – frag die Einheimischen nach ihren Lieblingsrestaurants, so isst du nicht nur viel preiswerter, du lernst auch die authentische, einheimische Küche kennen!

5. Touri-Fallen vermeiden:

Hartes Verhandeln gehört auf indischen Märkten zum guten Ton! Location: Bangalore, Karnataka, Indien.

Verbringst Du einige Wochen am selben Ort, wirst Du merken, dass Dich die Einheimischen nach und nach wie einen der Ihren behandeln und in ihre Gemeinschaft integrieren. Angekommen zu sein, gibt Dir nicht nur ein ganz besonderes Gefühl von Heimat in der Fremde, Du verstehst außerdem auch wie das "System" vor Ort so läuft!

Bei der Ankunft warst Du noch der „Farang“, der Fremde, der die „White-Skin-Tax“ bezahlt hat - das heißt bis zu 300% Aufschlag bei einer Fahrt mit der Rikscha, die Flasche Wasser hat man Dir für das Doppelte verkauft und auf den lokalen Märkten wurde Dir für das Kilo Obst mindestens das 3-fache abgeluchst! - Jetzt, da Du Teil der Dorfgemeinschaft geworden bist lernst du die echten Preise kennen und wirst außerdem zu einem knallharten Verhandlungspartner – was mitunter im Gastland zum guten Ton gehört, für uns „Westler“ jedoch ein unbekanntes Terrain ist!

Auf den lokalen Basaren gibt es immer etwas zu entdecken! Location: Hampi, Indien

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, nichts ist schöner als eine harte, gestenreiche Verhandlung auf einem Basar, bei deren Ende alle lachen! Wenn Dich der plötzlich ganz zahme Händler auf eine Tasse Tee in seinem Shop einlädt, um sich gemeinsam mit Dir über die „Ausländer“ zu amüsieren, die immer viel zu viel bezahlen, dann weißt Du, Du bist angekommen!



„Slow Travel“ ist eine Art des Reisens, die es sich lohnt auszuprobieren! Vielleicht ist nicht jeder Fernreisende dafür geschaffen, die nötige Geduld und Ruhe aufzubringen, die es benötigt, sich in eine fremde Gemeinschaft zu integrieren. Vielleicht zieht Dich das Fernweh auch zügig weiter, um die anderen Ziele auf Deiner langen Bucket-List abzuhaken...
Nach einer "Slow-Travel"-Erfahrung wirst Du aber in der Lage sein, Deine künftigen Urlaube bewusster zu erleben, Dich zu entschleunigen und Deinen Horizont für die kleinen und großen Dinge, die es an einem fremden Ort zu erkunden gibt, geöffnet haben!
Und Du wirst Freunde in der Fremde gefunden haben, die Dich ein Leben lang mit offenen Armen empfangen werden – etwas auf das Du stolz sein kannst.

Aus Fremden werden Freunde, nicht nur beim "Slow Traveling" sondern auch bei den Fotoreisen von AdventureInFocus

Über die Autorin:

✌️Runa zieht es seit Jahren in die Ferne, sie liebt das "Slow Traveling", Land und Leute kennen zu lernen und ist immer vorne mit dabei, wenn es darum geht, abenteuerliche Routen zu bereisen. Sie hat mit heiligen indischen Männern am Fluss Ganges meditiert, ist mit einem alten, klapprigen Jeep über den gefährlichsten Pass der Welt gefahren und hat mit tibetischen Mönchen in der Abgeschiedenheit der Berge Buttertee getrunken. 2010 entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Fotografie und dokumentiert seitdem ihre Reiseabenteuer nicht nur digital, sie stellt die Ergebnisse auch regelmäßig aus, zuletzt auf der Biennale in Venedig.

Runa ist Teil des AdventureInFocus-Teams und schreibt nicht nur hier im Blog, sondern arbeitet auch als Fototrainerin bei AdventureInFocus-Fotoreisen.


➡️ Mehr über Runa


Die nächsten Reisen mit Runa:


➡️ Holi-Fest der Farben

➡️ Bosnien - Im Reich der Wildpferde

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