Bunt, bunter, Holi Festival!

Aktualisiert: März 23

Indien im Rausch der Farben – Ein Muss für jeden Fotografen!

Holi Feier im Tempel von Nandgaon
Holi-Feierlichkeiten im nordindischen Nandgaon. Foto: Urip Dunker

Jedes Frühjahr wird in Indien ein farbenfrohes Fest begangen. Zu diesem Anlass vergessen die Inder alle gesellschaftlichen Unterschiede und kommen zusammen, um gemeinsam „Holi“ zu feiern. Jung und Alt, Groß und Klein bewirft sich dabei gegenseitig mit Blütenblättern und farbigem Pulver, dem sogenannten "Gulal". Gemäß alter Tradition besteht es aus zerstoßenen Pflanzen und Mineralien, heutzutage wird es aber auch künstlich hergestellt.

Was macht das Holi-Fest so besonders?

Holi Festival Barsana
Inder beim feiern ihres Holi-Festes. Foto: Christiane Geuer

Es gehört zu den ältesten und beliebtesten Festen im ganzen Land, seinen Ursprung hat es jedoch in der kleinen nordindischen Provinz Mathura, die etwa drei Fahrstunden von der Landeshauptstadt Delhi entfernt liegt. Der Legende nach soll in Mathura, genauer gesagt im angrenzenden Städtchen Vrindavan, die Geburtsstätte des Gottes Krishna liegen: ihm zu Ehren wird dieses Fest begangen. Außerdem wird das "Fest der Farben" auch gefeiert um den beginnenden Frühling zu begrüßen. Ähnlich unseres Brauches den Winter durch das Osterfeuer final auszutreiben, wird am letzten Tag des Holi-Festes ein großer Strohhaufen verbrannt. Auch für die Hindus ist das Feuer ein Symbol für Licht, Wärme und Leben, außerdem steht seine Kraft sinnbildlich für den Kampf des Guten gegen das Übel.

Holika Dahan - ähnlich unseres Osterfeuers. Foto: Urip Dunker

Wo wird das Holi-Fest am spektakulärsten gefeiert?


Während das restliche Indien sein Holi-Fest lediglich einen Tag lang zelebriert, dauert der bunte Spaß in Mathura und den umgebenden Dörfern Barsana, Nandgaon und Vrindavan ganze 10 Tage an. Doch damit nicht genug: jeder Tag steht unter einem anderen Motto und wird von einem anderen Tempel ausgerichtet. Das ganze Spektakel folgt einer genau festgelegten Abfolge von Zeremonien und Feierlichkeiten, beginnend mit dem sogenannten "Lathmar Holi" in dem Ort Barsana.

Bankey Bihari Temple, Vrindavan
Besonders eindrucksvoll wird im Banke Bihari Tempel gefeiert.Foto: Runa Lindberg

Barsana Holi – Jetzt wird es bunt und verrückt!

Lathmar Holi, Barsana
Lathmaar-Holi - indische Frauen in edlem Gewand machen "spielerisch Jagd" auf Männer. Foto: Urip & Christiane

An den ersten beiden Tagen wird im kleinen Ort Barsana der etwa eine Fahrtstunde von der Stadt Mathura und ca. vier Fahrtstunden von Delhi entfernt liegt gefeiert. Um die Mittagszeit versammeln sich die Gläubigen in dem mehrere hundert Jahre alten Bergtempel "Sri Rada Rani" und prozessionieren im Anschluss durch die mittelalterlichen Straßen des Ortes. Unterwegs wird ein ganz besonderes Ritual zelebriert: festlich gekleidete und mit langen Bambusstäben (den Lathis) bewaffnete Frauen machen Jagd auf Männergrüppchen. Die Männer wiederum versuchen sich mit kleinen Schilden gegen die harten Stockhiebe der Frauen zu verteidigen, ein bizarres Spektakel das allen Beteiligten großen Spaß zu bereiten scheint.


Nadgaon Holi – Weltweit bekannt

Holi Barsana & Nandgaon, Indien
Feierlichkeiten im "Nand-Bhavan" Tempel. Foto: Runa Lindberg

Am Folgetag geht das Spektakel im "Nand-Bhavan" Tempel im kleinen Dorf Nandgoan weiter. Dieser Tempel ist der wohl bekannteste der Region und gelangte insbesondere aufgrund der spektakulären Holi-Fotografien, die dort immer wieder entstehen, zu internationalem Ruhm.



Mathura Holi – Blütenregen, Farbe, Fröhlichkeit

Bankey Bihari Tempel, Pagal Baba Ashram, Vrindavan
Feierlichkeiten im Banke Bihari Mandir. Foto: Urip Dunker & Runa Lindberg

Ab dem vierten Tag konzentrieren sich die Feierlichkeiten auf die Städte Mathura und Vrindavan, denn hier liegen viele traditionsreiche Tempel die mehrtägige Holi-Zeremonien ausrichten. Besonders hervorzuheben sind sicherlich das sogenannte "Poloon-Wali-Holi" (zu deutsch: Blumen-Holi) im "Banke-Bihari" Tempel und die Feierlichkeiten im „Pagal-Baba Ashram“ (zu deutsch: Der Ashram des verrückten Väterchens). In ersterem, dem "Banke-Bihari" Tempel regnet es während der etwa 40-minütigen Zeremonie säckeweise Blütenblätter von den Emporen des Tempels auf die Gläubigen herab – ein echtes Spektakel, an dessen Ende der Tempelboden mit einer zentimeterdicken Schicht aus Blumen bedeckt und die Luft mit Rosenduft erfüllt ist. Im „Pagal Baba Ashram“ regnet es ebenfalls Blütenblätter, jedoch geht es dort sehr viel ruhiger zu. Der Ashram ist gemäß seiner Tradition ein Rückzugsort für Witwen und Weisen, allzu wilde Feierwütige erhalten keinen Zugang zu diesem Ort.


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Christiane war Teilnehmerin der Holi-Foto-Reise 2020 und hat ihre Erlebnisse in beindruckenden und farbenfrohen Fotografien festgehalten. Der Holi-Postkarten-Kalender 2021 ist nur in begrenzter Auflage zu erhalten.


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Weitere Impressionen der Holi-Feiern aus der nordindischen Region Mathura:

Holi-Portraits. Foto: Christiane Geuer
Holi-Feier im Tempel von Barsana. Foto: Christiane Geuer
Lathmar-Holi - eine besonders verrückte Art zu feiern. Foto: Christiane Geuer
Holi-Feiernde vor einem der alten Sandstein-Tempel Mathuras. Foto: Christiane Geuer
Gehört auch zum Holi-Fest: Kerzenschiffchen und Blüten. Foto: Christiane Geuer
Feiernde in den Straßen Mathuras. Foto: Urip Dunker
Holi-Feier in Barsana. Foto: Runa Lindberg
Holi-Feier in Barsana. Foto: Urip Dunker
Holi-Feier im Banke Bihari Tempel. Foto: Urip Dunker
Foto: Urip Dunker
Foto: Urip Dunker
Holi-Feier im Pagal-Baba-Ashram. Foto: Runa Lindberg
Foto: Runa Lindberg
Foto: Catia Frota - Fotogruppe "Holi Festival" 2020

Über die Autorin:

✌️Runa zieht es seit Jahren in die Ferne, sie liebt das "Slow Traveling", Land und Leute kennen zu lernen und ist immer vorne mit dabei, wenn es darum geht, abenteuerliche Routen zu bereisen. Sie hat mit heiligen indischen Männern am Fluss Ganges meditiert, ist mit einem alten, klapprigen Jeep über den gefährlichsten Pass der Welt gefahren und hat mit tibetischen Mönchen in der Abgeschiedenheit der Berge Buttertee getrunken. 2010 entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Fotografie und dokumentiert seitdem ihre Reiseabenteuer nicht nur digital, sie stellt die Ergebnisse auch regelmäßig aus, zuletzt auf der Biennale in Venedig.

Runa ist Teil des AdventureInFocus-Teams und schreibt nicht nur hier im Blog, sondern arbeitet auch als Fototrainerin bei AdventureInFocus-Fotoreisen.


➡️ Mehr über Runa


Die nächsten Reisen mit Runa:


➡️ Holi-Fest der Farben

➡️ Bosnien - Im Reich der Wildpferde

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